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LIEBE GEMEINDE
 

Dezember 2011

Liebe Gemeinde,

In diesen Tagen vor Weihnachten, in denen ich dies schreibe, geht der Blick nicht nur auf das bevorstehende Fest, sondern auch schon ein wenig zurück. Viele der sog. Jahresrückblicke im Fernsehen rufen uns nochmals in Erinnerung, was alles geschehen ist in diesem Jahr, was wir alles schon wieder vergessen haben, weil die Welt so schnelllebig ist. Fukushima, das Erdbeben mit Tsunami und die folgende Atom-Katastrophe, die bei uns mit beigetragen hat zum Ausstieg aus der Atom-Energie. Überschwemmungen in Thailand, die heute noch Probleme besonders für die armen Bevölkerungsteile dort machen. Beides kommt in den Medien kaum noch vor und gerät so auch schnell wieder aus dem Blick. Es ist ja weit weg. Anderes Leid wie der alltägliche Hunger und das alltägliche Sterben an Hunger und Mangelkrankheiten in weiten Teilen unserer Welt: Kommt in den Medien überhaupt kaum noch vor. Die Veränderungen und Umstürze in Teilen der arabischen Welt, mit viel Hoffnung verbunden nicht nur bei den Menschen dort, das ist mir noch präsent, denn das ist noch nicht vorüber. Aber auch diese Entwicklungen, haben in den Nachrichten meist nur noch den Wert von Kurzmitteilungen, weil Banken-, Euro- und Wirtschaftskrise anderes in den Hintergrund drängen. Wir sind mehr mit uns selbst beschäftigt.

Auch in unserer Kirche und in den Gemeinden habe ich manchmal den Eindruck, dass wir sehr mit uns selbst beschäftigt sind. Die knapper werdenden Geldmittel der Gemeinden zwingen uns aber, dafür Lösungen zu finden. Und das ist nur gemeinsam möglich und das braucht Kraft und Zeit. Und so möchte ich an dieser Stelle allen danken, die mithelfen, die Gemeinde zu stärken und auf eine Zukunft vorzubereiten, in der nicht mehr alles so weitergehen wird wie bisher. Ich denke etwa an die Ehrenamtlichen im Presbyterium und in den Ausschüssen, die in diesem Jahr viel geleistet haben, viel Zeit und Energie investiert haben. Vielen Dank. Diejenigen, die in Gruppen und Kreisen immer wieder zusammenkommen, wo die Botschaft der Liebe Gottes, die mit dem Kind in der Krippe ganz konkrete Gestalt angenommen hat, auf ganz unterschiedliche Weise immer wieder neu gelebt wird. Oder die, die bei der Vorbereitung und Durchführung von Festen und anderen Veranstaltungen mitmachen, die Menschen zusammenführen zum gemeinsamen feiern und handeln. Viele tun mit, z.B. auch die Damen im Kleiderstübchen oder die SängerInnen in den Chören. Unsere Chöre: Ob in den Gottesdiensten oder in Konzerten, die Chöre sind eine Bereicherung unseres Gemeindelebens. Der Jugendchor „TonArt“ unter Leitung unserer Kantorin Bettina Nonnweiler hat in diesem Jahr sogar in St.Wendel ein erfolgreiches Konzert gegeben. Vieles ist bei uns geschehen und erreicht worden.
Trotz aller Krisen und Finanznöte: Die Hoffnung, die mit der Geburt des Heilands verbunden ist, die gibt uns immer wieder Mut, weiter zu gehen und die schärft uns auch den Blick für die Nöte der Anderen.

Für die Wahl des Presbyteriums, die eigentlich im Februar stattfinden sollte, haben wir nur so viele KandidatInnen gefunden, wie zu wählen gewesen wären. Deshalb hat der Kreissynodalausschuss (KSV) beschlossen, dass diejenigen, die sich zur Wahl gestellt haben, nun als gewählt gelten. Das gilt nicht nur für unsere Kirchengemeinde so. Im Gottesdienst am 4. März werden die PresbyterInnen in ihr Amt als Gemeindeleitung eingeführt. Denjenigen, die das Presbyterium verlassen und auch denjenigen, die weitermachen, ein herzliches Dankeschön für ihr Engagement, denjenigen, die neu kommen, ein herzliches „Willkommen“!
Veränderungen gibt es auch in unserer Verwaltung. Zum Jahresende wird der langjährige Gemeindeamtsleiter, Herr Horst Baecker, in den Vorruhestand gehen. Auch ihm für seine Arbeit für die Gemeinde ein großes „Danke“! Nachfolger von Herrn Baecker wird Herr Torsten Ulrich, willkommen und auf gute Zusammenarbeit!
Für Steinbach eine erfreuliche Nachricht: Uns sind die Zuschüsse für die Einrichtung von 15 Krippenplätzen zugesichert, so dass das Presbyterium die Vergabe der ersten Gewerke beschließen konnte. Mehr dazu auf einer der nächsten Seiten.
Alle Haupt – und Ehrenamtliche und alle, denen unsere Gemeinde am Herzen liegt, sind auch wieder ganz herzliche eingeladen zum Neujahrsempfang der Kirchengemeinde am 7. Januar nach dem Gottesdienst im Evang. Gemeindehaus Ottweiler.
Wir schauen also nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Wir sind und bleiben Kirche Jesu Christi und tragen seine Botschaft weiter, so gut wir können.
Ihnen eine gute (Rest-) Adventszeit, eine frohes Fest und ein gesegnete Jahr 2012!

Ihr Pfr. Erhard Kern


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Die Weihnachtsgeschichte nach Luhas

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.


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